Johannes-Passion

Musiktheater nach Heinrich Schütz
Mit musikalischen Kommentaren von Sandeep Bhagwati

Premiere: März 1993 in der St. Petri-Kirche, Lübeck
Premiere: März 1994 in der Martin-Luther Kirche, Werne
Weitere Vorstellung in der St. Lukas-Kirche am Dom-Pedro-Platz, München

Inszenierung: Gil Mehmert
Musikalische Leitung: Alexander Zimmermann
Ausstattung: Mathias Bartiszewski
Projektkonzept: Sebastian Segl
Licht: Björn Gerum

Mit: Ensemble Scenaria, Barbara Ebel, Stefanie Früh, Reinhard Nill, Tobias Pfülb, Sebastian Segl

Pressestimmen

„Vor allem aber lebt die Komposition von der bestürzend-eindringlichen, rhythmisch streng nach der Musik akzentuierten szenischen Darstellung. Sie macht das ursprünglich rein akustische Oratorium mit schlichtestem requisitorischem Aufwand zu einem ästhetisch ausgefeilten, stimmigen und organisatorischen Miteinander von Musik, Text und Gestik, zu einem fesselnden, modernen Musiktheater Erlebnis. Es dauert eine Zeit lang, bis sich das ergriffene Publikum wiedergefunden hatte, um anhaltend Beifall zu spenden.“
    Süddeutsche Zeitung

“Die zahlreich erschienenen Zuschauer erlebten eine außergewöhnliche und wunderbare szenische Aufführung dieser Renaissancepassion. Das Münchner Ensemble hat aus Schütz’ 1665 entstandener ‚Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu Christ’ ein neues, vielfach bearbeitetes Gesamtkunstwerk erstellt. […] Gil Mehmerts Inszenierung vertiefte den wesentlichen Aspekt des Musikkonzepts […]; die strenge, aber optisch schöne und interessante szenische Auflösung der Passion korrespondierte glücklicherweise auch mit einer tadellosen musikalischen Umsetzung – eine so geschlossene und schöne Darbietung reinen Gesangs erlebt man nicht alle Tage.“
    Süddeutsche Zeitung, Starnberg

„Die Art, wie das barocke Werk in der Inszenierung von Gil Mehmert in heutige Zeit umgesetzt wurde, fesselte die Besucher der Martin-Luther Kirche. Kaum endenwollender Beifall war der dank des Publikums an das Ensemble ScenAria aus München.“
    Westfälischer Anzeiger

„Eine nicht nur gesanglich überzeugende Leistung bot das Musiktheater ScenAria mit einer modernen Inszenierung der Johannes-Passion von Heinrich Schütz. […] Scheinbar beziehungslos agierten die Sänger, immer wieder in ihren Bewegungen innehaltend, fast wie Maschinen. Die einfachen Abläufe lenkten nicht von der sehr verinnerlichten Struktur der Passion ab und setzten doch distanzierende und erklärende Akzente. […] Die gelungene Inszenierung von Gil Mehmert ließ gerade durch die Reduzierung der Mittel an vielen stellen Raum für ganz eigene Deutungsmöglichkeiten. Das Publikum honorierte die unkonventionelle und vielschichtige Inszenierung mit begeistertem Applaus.“
    Ruhr-Nachrichten

„A capella performances“ bot die Johannes-Passion von Heinrich Schütz als beklemmende und eindrucksvolle Inszenierung. Vor dem „Elektrischen Stuhl“ von Andy Warhol inszeniert wurde sie durch Text- und Musikeinfügungen spannungsreich aktualisiert.“
    Lübecker Nachrichten

„Der Regisseur Gil Mehmert, hier schon durch seinen „Clavigo“ im Prinzregententheater aufgefallen, setzt fünf singende Menschen zueinander in wechselnde Beziehung. Mal im Kollektiv, mal als einzelner Kommentator oder Handlungsträger, wechseln sie ihre Aktionen langsam, an Überblendungen im Film erinnernd. […] Diese Verlängerung der Bibel in unser jahrtausend hat nichts Aufgesetztes, vermittelt selbstverständliche Zeitgenossenschaft.“
    Bayerische Staatszeitung

La Bohème

Oper von Giacomo Puccini
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosanach »Scènes de la vie de bohème« von Henri Murger
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 2. September 2023
Oper Dortmund

Am 15.10. und 10.12.2023 waren „La Boheme“ und „Rent“ als Doppelvorstellung zu erleben.

Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Motonori Kobayashi, Olivia Lee-Gundermann
Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Jens Kilian
Mitarbeit Bühne: Mara Lena Schönborn
Kostüme: Falk Bauer
Lichtdesign: Michael Grundner
Choreinstudierung: Fabio Mancini
Einstudierung Kinderchöre: Jost Salm, Elisabeth Strake
Dramaturgie: Dr. Daniel C. Schindler
Studienleitung: Thomas Hannig
Produktionsleitung: Fabian Schäfer
Regieassistenz: Dominik Kastl
Bühnenbildassistenz: Mara Lena Schönborn
Kostümassistenz: René Neumann
Soufflage: Adriana Naldoni
Inspizienz: Ulas Nagler, Alexander Becker
Statisterieleitung: Mark Bednarz
Fotos: Björn Hickmann

Mimì: Anna Sohn, Zhala Ismailova
Musetta: Rinnat Moriah, Sooyeon Lee
Rodolfo: Sergey Romanovsky, Sungho Kim, Carlos Cardoso, Jonathan Tetelman
Marcello: Mandla Mndebele, Daegyun Jeong
Schaunard: Morgan Moody, Daegyun Jeong
Colline: Denis Velev
Parpignol: Błażej Grek
Monsieur Benoît: Ian Sidden
Alcindoro: Hiroyuki Inoue
Ein Zöllner: Carl Kaiser
Sergeant der Zollwache: Youngbin Park
Ensemble: Elena Franke, Anna Hirzberger, Alina Simon, Jonathan Guth, Max Lochmüller

Opernchor Theater Dortmund
Opernkinderchor und Knabenchor der Chorakademie Dortmund
Dortmunder Philharmoniker
Statisterie Theater Dortmund


Pressestimmen


„Was die Oper Dortmund hier im besten Sinne des Wortes auf die Bühne gezaubert hat, war teilweise überwältigend schön anzusehen und musikalisch großartig umgesetzt. Gil Mehmert, renommierter Musical-und Operettenregisseur, hat mit dieser Operninszenierung mitten ins Herz getroffen. Ich muss sehr, sehr lange zurückdenken, eine solch stimmige und berührende La Bohème in einem Opernhaus erlebt zu haben. Der große Jubel des Premierenpublikums war absolut gerechtfertigt. So schön kann Oper sein!“
    Opernmagazin

„Für mich eine der überzeugendsten, aber auch visuell schönsten, Inszenierungen dieser Puccinioper, die ich in nunmehr vier Jahrzehnten sehen und hören durfte. Absolute Empfehlung an alle Fans der italienischen Oper!“
    Opernmagazin

„Gil Mehmert gelingt eine bewegende Umsetzung der Geschichte mit einem stimmlich und darstellerisch hervorragendem Ensemble. Man darf gespannt sein, wie er „Rent“ in dem gleichen Ambiente inszenieren wird.“
    Online Music Magazin

Gil Mehmert zu »La Bohème« & »RENT« – Oper Dortmund
https://www.youtube.com/watch?v=-gR6zO0hJss

Le Nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln

Premiere: 14. November 2015
Oper Leipzig

Gastspiel im Theater Bozen im April 2017

Inszenierung: Gil Mehmert
Dirigent: Matthias Foremny
Bühne: Jens Kilian
Kostüme: Falk Bauer
Lichtdesign: Andreas Fuchs
Choreinstudierung: Alexander Stessin
Dramaturgie: Johanna Mangold

Mit: Magdalena Hinterdobler, Wallis Giunta, Karin Lovelius, Marika Schönberg, Olene Tokar; Milcho Borovinov, Sejong Chang, Dan Karlström, Mathias Hausmann, Martin Petzold, Roland Schubert sowie Chor und Gewandhausorchester der Oper Leipzig

Pressestimmen

„Mehmert hat […] alles richtig gemacht, hat unter den Augen Mozarts und seines Librettisten Da Ponte, die als Büsten das Treiben verfolgen, auf der Bühne Jens Kilians und in den Kostümen Falk Bauers die Oper diskret ins 20. Jahrhundert geholt, ansonsten aber die Geschichte erzählt, die Komponist und Dichter erzählen wollten. Das ist komisch – hält aber Distanz zum Klamauk. Das greift ans Herz – meidet aber jeden Anflug von Sentimentalität. Und er lässt der Musik die Freiheit, all jene Leerstellen zu füllen, die die Logik in dieser Apotheose der Aufklärung hinterlässt. […] Das hohe Niveau der Darsteller setzt sich fort bis in die kleinen, die keine Nebenrollen sind.“
    Leipziger Volkszeitung

„Menschlichkeit in Tönen. […] Natürlich und beseelt: Das Publikum bejubelt die Premiere!“
    Leipziger Volkszeitung online

„Voller Leben und Energie.[…] Eine unterhaltsame, bunte, mitreißende klassische Opernaufführung mit einem überzeugenden Künstler-Ensemble.“
    Mephisto

„Regisseur Gil Mehmert setzt auf eine Melange aus Komödie und Beziehungsanalyse. […] Der einzige Schatten, der auf der Premiere lag, war der Terror in Paris vom Vorabend.“
    nmz – Neue Musikzeitung

„Eine hervorragende Inszenierung von Gil Mehmert. […] Diese „Hochzeit des Figaro“ ist purer Genuss.“
    Bild

Love Letters

Szenische Lesung von A. R.Gurney

Premiere: 10. Januar 1995
Kleines Theater Landshut

Inszenierung und Ausstattung: Gil Mehmert

Mit: Rudi Knauss, Leonie Thelen 

Pressestimmen

„Eine Lesung? Eine simple Liebesgeschichte des Amerikaners A. R. Gurney? Beides und doch viel mehr – Theater der Stimmen und der Mimik und somit weit wirkungsvoller als ein Hörspiel. Leonie Thelen und Rudi Knauss ziehen das Publikum in den Bann dieser an sich recht alltäglichen Liebesgeschichte, die im Grunde jeder irgendwann, irgendwo zumindest teilweise ähnlich erlebt haben kann. Zwei mögen sich, zwei liebe sich und kriegen sich doch nicht, weil sie sich selbst im Wege stehen. Schon als Kinder schreiben sich Melissa und Andy die ersten Liebesbriefchen, obwohl sie doch keine Zettelchen schreiben dürfen. Und eben dieses eindringlich wiederholte Verbot signalisiert in Gil Mehmerts sensibler Inszenierung die psychologische Interpretation: Trotz materieller Unabhängigkeit bleibt das Gefangensein in familiären Strukturen, vererbt oder  milieubedingt.“
    Mittelbayerische Zeitung

„Mit der inneren Leere, die Melissas Selbstmord zurücklässt, weiß er umzugehen. Die amerikanische Botschaft der Political Correctness siegt nach außen. Innen bleibt der zarte Nachhall einer stilisierten Liebesbeziehung, ein letzter Beweis der Regie, mit schauspielerischer Qualität und musikalischer Verdichtung den Absturz ins kitschige Melodram zu vermeiden.“
    Landshuter Wochenblatt

„Allerdings ist ‚Love Letters’ kein Theaterstück der üblichen Art, denn auf der Bühne passiert fast nichts. Trotzdem ist es kein handlungsarmes Stück, denn die Handlungspielt sich zwischen den Zeilen und in den Köpfen der Zuschauer ab. Leonie Thelen und Rudi Knauss verwandeln die Monologe in Zustandsdialoge. Das Publikum erfährt Details über die berufliche und familiäre Situation, über ihr Gefühlswirrwarr, über Eifersüchteleien, Tagträume, Wünsche – und das Kino im Kopf, von Regisseur Gil Mehmert behutsam und wunderschön in Szene gesetzt,f unktioniert.“
    Landshuter Zeitung

Mr. Pilks Irrenhaus

Von Ken Campbell

Premiere: Oktober 1994
Kleines Theater Landshut

Inszenierung und Ausstattung: Gil Mehmert

Mit: Matthias Kupfer, Daniela Lukas, Eckhard Preuß 

Pressestimmen

„Spiel hinter Gittern vor weißer Mauer um wenige schäbige Möbel, klar eine Irrenanstalt, der Mensch, spastisch in der Motorik guttural stotternd, ein Irrer aus Mr. Pilk’s Irrenhaus. Er kehrt wieder am Schluss, den Erdbeerjoghurt suchend, den er am Anfang schon gegessen hat, der vom Kühlschrank in den Abfalleimer ‚umgezogen’ ist. Ein gelungener Rahmen, witzig und traurig, von Regisseur Gil Mehmert selbst entwickelt, wie er überhaupt mit größter Sensibilität das Stück von vorne bis hinten umgekrempelt hat. Das Ergebnis besticht. […] Der ständige Wechsel gelingt perfekt, jede Pointe provoziert Lachen, und doch bleibt das lachen manchmal im Halse stecken, so stark ist der Wiedererkennungseffekt zur irren Spießbürgerwelt, so irre schnell die Wortakrobatik.“
    Landshuter Wochenblatt

„Monthy-Python-Fans werden sofort registrieren, dass Mr. Pilk’s Irrenhaus gar nicht so weit vom Flying Circus entfernt ist, denn Campbells Einfälle sind verrückt und verquer, irrwitzig und skurril. Und Gil Mehmert hat sie verrückt und verquer, irrwitzig und skurril inszeniert. […] Am Premierenabend wurden sie dafür mit ihrem Regisseur stürmisch gefeiert.“
    Landshuter Zeitung

„Mehmert hat kräftig entschlackt und das Stück zu einer schnellen Reihung einzelner Szenen und damit zu einem furiosen Theaterabend umgebaut.“
    Landshut aktuell

„Das Sammelsurium der irren Szenen, jede einzelne schäumt über vor Nonsens, Absurdität und Irrwitz, spielt sich in einem Bühnenbild ab, das Regisseur Mehmert ideal für das Thema ausgestattet hat. In einem gekachelten Anstaltsraum befindet sich nur ein Kühlschrank und ein Tisch mit Stühlen, der von Szene zu Szene neue Funktionen erfüllt. Schon beim Betreten des Theaters sticht eines besonders ins Auge. Die Bühne ist vom Zuschauerraum durch ein Gitter getrennt. Man betrachtet die Akteure wie in einem Käfig, und je weiter das Stück voranschreitet, desto mehr fragt man sich, wo hier jetzt nun außen und innen ist, wer jetzt nun im Käfig sitzt und ob die Szenen nicht auch ein Spiegelbild unserer Wirklichkeit sein könnten.“
    Lemon

Mann ist Mann

Lustspiel von Bertolt Brecht

Premiere: 5. Februar 1994
Städtische Bühnen Augsburg

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Cornelia Brunn
Licht: Björn Gerum

Mit: Torsten Bauer, Josua Besmens, Robin Brosch, Peter Greif, Pier Niemann, Christel Peschke, Heide Schroff, Martin Schwanda, Babette Winter
Musiker: Hans Baldauf, Heinz Dekorski, Markus Halder, Peter Peschka 

Pressestimmen

„Die Inszenierung war der bisherige Höhepunkt der Brecht-Tage. Regisseur Gil Mehmert hat aus der Parabel von der Verwandlung des braven Packers Galy Gay in eine soldatische Kampfmaschine akkurat, das gemacht, was auf dem Original-Titelblatt der 20er Jahre steht: ein ‚Lustspiel’ mit viel Lust am Klamauk. […] Das Premierenpublikum war hochvergnügt.“
    Süddeutsche Zeitung

„Der politische und gesellschaftspolitische Ansatz hat sich aufgelöst. So ist es logisch, dass ein junger Regisseur wie Gil Mehmert die reichlich diffuse Geschichte zwar strafft, aber doch mehr poppig erzählt, in Richtung auf Comic, mit einem zeitgemäßen Timing. […] Die Einheit von Zeit, Ort und Handlung gibt der Erzählung einen Sog, den die Musikelemente und die Mittel der Körpersprache verdoppeln. […] Nichts da von Epik. […] Äußerst phantasievoll geht der Regisseur mitden höchst simplen, darum multifunktionalen Requisiten um.“
    Bayerische Staatszeitung

„’Mann ist Mann’,die Hauptattraktion der diesjährigen Brecht-Tage. […] Es darf viel gelacht werden, soviel wie lange nicht mehr bei einem Augsburger Brecht.“
    Bayerischer Rundfunk

Frank & Stein

Komödie von Ken Campbell

Premiere: Oktober 1993 
Wiederaufnahme am 18. März 2018
nach 25 Jahren zur Jubiläums-Spielzeit des Kleinen Theater Landshut

Inszenierung und Ausstattung: Gil Mehmert

Mit: Matthias Kupfer, Eckhard Preuß 

Pressestimmen

„Mehmerts Illusionsmaschinerie ist so raffiniert wie das sorgfältig designte Sofa eines Baumeisters. Die Kunst seiner Regie bei Ken Campells Stück „Frank & Stein“ liegt in der absoluten Reduktion der Mittel. Eine Strategie, mit der er zugleich die Voraussetzung dafür schafft, das sich die subtile Komik des Stücksvoll entfalten kann. Mr. Frank und Mr. Stein – das sind Mehmerts Inspiration, Figuren mit dem Temperament zweier Buchhalter, deren Phantasie erst nach dem entscheidenden ersten Handschlag Funken zu sprühen beginnt. […] Es ist der Beginn einer Verbindung von Nitro und Glycerin. […] Die schwierige, permanente Gratwanderung zwischen Dämonisierung und Distanzierung, zwischen Raserei und Reflexion meistern sie mit der Sicherheit von Hochseilartisten.“
    Landshuter Zeitung

„Dr. Waldmann mit Baron Frankenstein, Henry Frankenstein mit Viktor, Viktor mit Elisabeth, Elisabeth mit Frankenstein, Frankenstein mit Monster – ein scharfer Schnitt nach dem anderen, ein atemberaubendes Tempo, ein Feuerwerk der Schauspielkunst.“
    Landshuter Wochenblatt

„Die schröcklichen Bilder, die sich vor unseren Augen entwerfen, sind zur schönsten Geschichte verdichtet. Besser kann man das Genre des Horrorfilms wohl kaum parodieren als mit diesem Einakter des Briten Ken Campbell, den Gil Mehmert in Szene gesetzt hat. Vorlage ist der Filmklassiker „Frankenstein“ von 1931, der mit viel Liebe zum Detail nachgestellt wird – es ist schauderhaft schön.“
    Süddeutsche Zeitung 

„Das Zweipersonenstück hat in der kongenialen Inszenierung von Gil Mehmert, der bereits der vergangenen Theatersaison mit „Zimmer frei“ ein Glanzlicht aufsetzte, alle Voraussetzungen, ein Publikumsrenner zu werden. Mit sparsamer Requisite setzte Mehmert auf die Phantasie der Zuschauer und die Spielfreude seiner Schauspieler. Aus deren schauspielerischen Können und komödiantischen  Talent holte er das heraus, was dieses Stück braucht: perfekte Rollenwandel in Sekundenschnelle und instinktsichere Ausstattung.“
    Landshut aktuell

„Frankenstein lebt, und noch nie war er so amüsant wie heute. Das Theater ist das finstere Felsengebirge Mitteleuropas, Schauplatz des wahnwitzigen Experiments „Frank& Stein“. […] Das Experiment unter der Regie Gil Mehmerts glückt meisterlich. […] Regisseur und Ausstattung Gil Mehmert ist ein Minimalist, ein Mann mit Gespür für Reduktion. […] Statt Grauen Gelächter. Mit subtilem Humor setzt die Inszenierung die Phantasiemaschinerie in Bewegung.“
    Abendzeitung

Hier geht’s zur Wiederaufnahme 2018

Zimmer frei

Komödie von Markus Köberli 

Premiere: 27. April 1993
Kleines Theater Landshut

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Monika Gora
Licht: Björn Gerum

Mit: Yvonne Frey, Mathias Kupfer, Daniela Lukas, Siegfried Wittig

Pressestimmen

„’Zimmerfrei’ von Markus Köberli in der Inszenierung von Gil Mehmert wurde im Kleinen Theater vom Publikum begeistert aufgenommen. […] Daß das Stück nicht ins Triviale abgleitet, ist zum einen dem Regisseur Gil Mehmert und zum anderen den grandiosen Schauspielern Siegfried Wittig und Yvonne Frey zu verdanken. Mehmert geht so einfühlsam mit dem Text um, lässt seine beiden Hauptdarstellern so natürlich agieren, dass keine Szene aufgesetzt wirkt. […] Nach mehr als zwei Stunden gab es Standing Ovations.“
    Landshut aktuell

„Hut ab – die neuste Inszenierung im kleinen Theater zieht ab wie ein Heavy-Metall-Song. Textlich pointiert, bis ins letzte Detail stilsicher als Komödie inszeniert und von den Schauspielern liebevoll gespielt, kommt hier ein äußerst erstes Thema – Altsein und Bald-sterben-müssen – zwar heiter auf die Bühne, aber trotzdem mit dem Tiefgang menschlichen Mitgefühls. Die Gratwanderung gelingt ungewöhnlich erfrischend. Regisseur Gil Mehmert setzt auf angloamerikanischen Humor: Situationskomik, Tempo, bei aller Typisierung dennoch die Individualität der Charaktere im Vordergrund. […] Man lacht über ein Tabuthema – und das ohne schalen Beigeschmack.“
    Landshuter Wochenblatt

„So schnoddrig wie flapsig, so frech und respektlos, wie es Köbeli geschrieben hat, wurde das Stück von Gil Mehmert am Kleinen Theater inszeniert. Unter seiner Regie wachsen die Darsteller über sich selbst hinaus. […] Gil Mehmert ist mit dieser erfrischenden Inszenierung Theater von feinster Qualität gelungen.“
    Landshuter Zeitung

Clavigo

von Johann Wolfgang von Goethe

Premiere: Oktober 1992
Prinzregententheater München, Einspielraum
Eine Produktion des freien Theaterensembles „one nite stand“

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Monika Gore
Kostüme: Katja Schroeder
Licht: Björn Gerum
Musik: Kirk Nurock

Mit: Dieter Landuris, Birge Schade, Michael Sideris, Kai Wiesinger
Musiker: Stephan Holstein, Thomas Bouterwek, Wolfhard Metz, Wolfgang Roth

Pressestimmen

„Nicht der dialoglastige Diskurs interessiert Regisseur Gil Mehmert an Goethes stürmischdrängender Textvorlage, sondern die illustrierte Episode. Der enge Bühnenraum ist kunstvoll ausgeleuchtet, die Wechselbäder der Gefühle werden mit Saxophon-und Klarinettenklängen geschickt untermalt. Vor allem aber weht eine subtile Ironie durch diese Inszenierung.“
    Süddeutsche Zeitung

„Der Raumist klein und dunkel, meist wird konzentriert leise gesprochen, ein Saxophonquartett mischt live seine Klänge dazu, Wände schieben sich dazwischen: ein erlesenes Kammerspiel. […] Szene jagd Szene, Spannung kommt aus Heutigkeit einer wenig aktualisierenden Inszenierung.“
    tz

„Gil Mehmert, der Regisseur, setzt auf eine filmartige Inszenierung mit Live-Saxophonmusik, sehr eigen, aber es geht auf. […] So verlässt der Zuschauer das Theater mit einer neuen Sichtweise auf Clavigo, oder besser gesagt, Carlos. […] In einer Inszenierung mit vielen Ideen und Eindrücken trifft sich also Sturm und Drang eines Autors und eines Regisseur. […] Sehenswert.“
    Radio Xanadu

Weißt Du, die Sache ist die…

Komödie von Ken Campbell

Premiere: Oktober 1991
Lokomotive im Feierwerk

Eine Produktion des freien Theaterensembles „one nite stand“

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung/Bühne: Monika Gora
Kostüme: Katja Schroeder

Mit: Birge Schade, Michael Sideris, Kai Wiesinger

Pressestimmen

„Um scheinbar ganz Banales geht es in Campbells „Weißt Du, die Sache ist die…“ (Regie: Gil Mehmert). […] Kai Wiesinger ist das eigentliche Ereignis dieses Abends, er gibt dem Stück durch sein faszinierendes, fein nuanciertes Spiel Tiefe. […] Das Konzept der Gruppe „one night stand“ – „Jedem Stück seine Schauspieler, seinen Raum, seine Zeit“ – ist aufgegangen: Es wird gewiss nicht beim „one night stand“ bleiben.“
    Süddeutsche Zeitung

„Regisseur Gil Mehmert stellt die Peinlichkeiten zwischen den dreien genau und überzeugend aus, die Darsteller treffen mit trockener Komik die verdrucksten Pubertäts-Töne. Schade, dass das Ganze nur 50 Minuten kurz ist.“
    Abendzeitung

„Gerade das Nichtgesagte und die bewusst eingeschobenen Pausen gestalteten sich äußerst effektvoll. So lebte das Stück von brillanter schauspielerischer Leistung und dezentem Witz. Es war geradezu eine Wohltat der erfrischenden und unkonventionellen Spielweise der Darsteller zu folgen.“
    RuhrNachrichten

„Die Komödie des Engländers Ken Campbell „Weißt Du, die Sache ist die…“ um zwei intrigante Turnierspieler in einem Tennisclub wird vom Jungregisseur Gil Mehmert temporeich in Szene gesetzt. […] Das belanglose Thema gewinnt vor allem durch das überzeugende, energiegeladene Spiel der drei Akteure.“
    Münchner Merkur

„Theaterarbeit vom feinsten.“
    In München

„Die Sache wird schwierig, wenn man wie Jungregisseur Gil Mehmert versucht, eine witzigeund intelligente Komödie in einem Off-Theater zu inszenieren. Die Fallhöhe eines solchen Projektes ist beträchtlich. Doch konnte der Regisseur mit einem Ensemble „one night stand“ einen vollen Publikumserfolg landen. Es hat sich gelohnt. Walter Bardell, subtil und eindringlich dargestellt von Kai Wieisinger, ist der große Loser. Regisseur Mehmert setzt ganz auf den schrägen Charakter Walters, der die innere Dramatik der Komödie eher durch starke Mimikals durch laute Töne und bedeutungsschwere Worte rüberbringt. […] Unbedingt empfehlenswert.“
    Radio Xanadu

„Knapp, hintersinnig und amüsant, so sollte Münchner Privattheater öfter sein.“
    Applaus

Epiphanie

Von Jean Louis Carlino

Premiere: April 1991 
Theater in der Reithalle, München

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Robert Schrag
Kostüme: Katja Schroeder

Mit: Sona MacDonald, Martin Georg Zauner

Pressestimmen

„Gil Mehmert hat John Lewis Carlinos groteske Geschichte vom Kampf der Geschlechter aus den 60er Jahren mit Sona MacDonald und Martin Georg Zauner als Abschlußarbeit in Szene gesetzt. Eine bis ins Detail funktionierende Welt. […] Mehmert schickt seine Schauspieler zuweilen allzu aktionistisch durch diesen amerikanischen Kafka des Boulevard, zeigt jedoch am Schluß eindringlich, wie sehr sich Mann und Frau durch die hysterische Geschlechtergleichmachung von einander entfernt haben.“
    Süddeutsche Zeitung

Vernissage

Einakter von Vaclav Havel

Premiere: Juli 1990 
Hochschule für Musik und Theater München 
Im Rahmen der Langen Nacht der Musik „Tschechoslowakei“

Inszenierung & Ausstattung: Gil Mehmert 

Mit: Antje Schmidt, Michael Schmitter, Kai Wiesinger

Die Goldberg-Variationen

Stück von George Tabori

Premiere: 21. Juni 1998
Städtische Bühnen Osnabrück

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Alissa Kolbusch 
Foto: Margret Herdt

Mit: Antony Connor, Klaus Fischer, Ronald Funke, Karl Korte, Mechthild Liesebrecht, Sylvia Rentmeister, Birgit Sargam Zamulo, Roland E. Silbernagl

Pressestimmen

“Der Inszenierung gelingt das Kunststück, das Bedeutungsvolle nicht bedeutungsschwer zu präsentieren, leichtund immer wieder überraschend, unprätentiös, aber dafür um so eindringlicher.“
    Westfälische Nachrichten

“Mehmert findet schöne, karikierende Bilder zu Taboris ohnehin gern blasphemischen Bibel-Paraphrasen. […] Das ist sehr bewegend. […] Lautstarke Bravos im stürmischen Schlußapplaus.“
    Neue Osnabrücker Zeitung

Auf Leben und Tod

Einakter von David Mamet / Elaine May / Woody Allen

Premiere: 7. April 1998
Modernes Theater München 

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Alissa Kolbusch
Kostüme: Steffi Bruhn
Licht: Björn Gerum & Gerrit Jurda

Mit: Silke Nikowski, Eckhard Preuß, Jeanne Tremsal, Margret Völker, Stefan Walz  

Pressestimmen

„Gil Mehmert erweist sich als ein pfiffiger Szenenarrangeur mit Sinn für Effekte und witzige kleine Details. Dass er am Ende dieses heißen Abends (heiß im Sinne von sexy ebenso wie in Celsiusgraden) den Bogen noch einmal zurückspannt und dann erst die Anfangsszene auflöst, beweist das dramaturgische Geschick dieses Regisseurs. […] Und dass Mehmert für all die verkorksten Typen und Großstadtneurotiker, um die es hier geht, furios gute Schauspieler gewonnen hat, Schauspieler, die wirklich Feuer haben und niemals peinlich werden – das spricht sowieso für seine Inszenierung.“
    Süddeutsche Zeitung

“Leichthändig, präzise, mit bösem trockenen Witz.“
    Abendzeitung

„Federleicht und einfallsreich inszeniert.“
    tz

„1995 uraufgeführt, hat nun Gil Mehmert den flotten Dreier aufputschend feinquirlig in Szene gesetzt. Unaufdringlich verwebt er die drei Einakter, hält das Spiel in der Balance zwischen Realität und Vision. Fünf Schauspieler als flattrige Stadtneurotiker am Rande des Nervenzusammenbruchs.“
    Münchner Merkur

Kunst

Komödie von Yasmina Reza

Premiere: 10. Oktober 1997
Kleines Theater Landshut

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Monika Gora 

Mit: Gerhard Goebel, Matthias Klie, Matthias Kupfer 

Pressestimmen

„Gil Mehmert versteht es in seiner intelligenten Inszenierung meisterhaft, die Figuren dynamisch zu gestalten, ohne sie zu denunzieren oder ihnen Tiefgang zu nehmen. Er schafft den schwierigen Drahtseilakt, dass das Publikum über die Charaktere genauso entsetzt sein wie über sie lachen kann – ohne dass er sie dabei der Lächerlichkeit anheim gibt.“
    Landshut aktuell

„Die rasante Inszenierung dient sich nicht dem Kurzweil suchendem Publikum an. Auch wenn vor allem Yvans clowneske Züge für so manchen Lacher sorgen, zieht sich eine bedrückende Anspannung durch das gesamt Stück. Die istauch den drei hervorragenden Darstellern zu verdanken, die nicht nur den Charaktertypen auch physisch entsprechen, sondern auch mimisch den Kampf um die Freundschaft grandios umsetzen. […] ‚Kunst’, eine Parabel auf Freundschaft, zählt zu den ansprechendsten zeitgenössischen Theaterstücken, und die grandiose Inszenierung erntete zu recht stürmischen Applaus.“
    Landshuter Wochenblatt

„Mit gezielten Sticheleien, unbedachten Sätzen und Selbstmitleidarien wird der Hahnenkampf ausgetragen, bis die drei erschöpft am Boden liegen. Regisseur Gil Mehmert bewahrt sie vor einem unverdientem Ende in Klamauk, indem er auch das Unausgesprochene spielen lässt, die mit Melancholie, Gedankenschwere und Traurigkeit angefüllten Leerstellen zwischen den verbalen Gefechten. Was ihn allerdings nicht daran hindert, alle drei zunächst Schritt für Schritt, dann aber mit rasch zunehmenden Tempo von einer Lächerlichkeit in die nächste stolpern zu lassen. […] Eine fein gezeichnete, leichtfüßige Inszenierung. […] Nahezu endloser Beifall am Premierenabend.“
    Landshuter Zeitung

Einer flog über das Kuckucksnest

Schauspiel von Dale Wasserman
nach dem Roman von Ken Kesey

Premiere: 4. März 1997
Landestheater Coburg

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Wolfgang Clausnitzer 
Foto: Peter Roggenthin

Mit: Maxi Blaha, Henrike Höhn, Shereen Horami; Matthias Klie, Klaus-Dieter König, Harro Korn, Markus Löchner, Kai Metzger, Josef Parzefall, Jens Müller-Rastede, Alexe Schmid, Oliver Severin, Michael N. Wenninger, Johannes Zeiler 

Pressestimmen

„’Die Gesellschaft entscheidet, wer gesund ist und wer nicht.’ […] Nicht zuletzt dieses verräterische Plädoyer verleiht dem Stück von Dale Wasserman nach dem Roman von Ken Kesey auch 30 Jahre nach seinem Erscheinen brennende Aktualität. Dieses unterstrich die Premiere am Coburger Landestheater mit der Inszenierung von Gil Mehmert und einem Theaterabend, der betroffen machte. Ein Ensemble, in dem jede Rolle hervorragend besetzt war, begeisterte durch Szenen von großer emotionaler Intensität.“
    Coburger Tageblatt

“Wirkungsvolle, theatralische Bilder im besten Sinne schuf Regisseur Gil Mehmert für seine Version von ‚Einer flogübers Kuckucksnest’. Damit verhalf er dem Stück nicht nur zu einer ästhetischen Eigenständigkeit gegenüber dem bekannten Film, sondern konnte die Befindlichkeiten der Menschen in schlaglichtartigen Sequenzen genau unter die Lupe nehmen. […] Durch kluge und spannende Personenführung gab diese Inszenierung dem Ensemble freie Bahn für ein Wahnsinnsspiel. Entstanden ist eine tolle Gemeinschaftsleistung von insgesamt dreizehn Darstellern, die am Schluss allesamt mit Beifall und Bravos überschüttet wurden.“
    Coburger Neue Presse

Elektra

Tragödie von Euripides

Premiere: 24. Januar 1997
Städtische Bühnen Augsburg

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Annette Wolters

Mit: Anne Eversbusch, Ulrich Gall, Hans Gubo, Michael Lippold, Klaus Müller, Martin Schwanda, Martin Skoda, Gabriele Welker, Babette Winter

Pressestimmen

“Gil Mehmert zeigte mit seinen durchweg intensiven Schauspielern kein antikes Rachestück, sondern in kleinem, phantastisch geleuchtetem Guckkasten ein strenges Spiel um Schuld und Sühne und die Erkenntnis, dass Vergeltung nur neues Leid gebiert. Eine kunstvolle, berührende, doch auch schwierige Inszenierung, die dem Publikum einiges abverlangt. […] Ein Abend, der in seiner Verschmelzung aus Phantasie und konsequenter Strenge bemerkenswert gelungen ist.“
    Klassik Radio

“In der knapp zweistündigen Inszenierung von Gil Mehmert am Augsburger Stadttheater gehen die Akteure barfuss. Das hält sie am Boden. Der Regisseur scheut das große Pathos, gibt sich andererseits aber auch alles andere als kühl. Euripides spielt gewissermaßen im Mittelfeld. Die extremen Ausschläge, die Monströsität seiner Tragödie, die den Menschen hochreißt und am Boden zerstört, erscheint moderiert. […] Das Grauen der Tat drückt die Geschwister nieder. Sie irren über die Bühne, wissen nicht wohin mit ihrer Schuld. Die Stimme des Gewissens treibt sie ins Elend. Am Ende irrlichtert das Bühnenfirmament. Die Regie reißt den Himmel auf, und die Dioskuren fahren emporin ihre Einsamkeit. Der Fluch auf dem Geschlecht der Tantaliden wird gelöst, doch der Menschen Glück ist fern. Die Augsburger ‚Elektra’ klingt aus im Requiem.“
    Augsburger Allgemeine

Das sind sie schon gewesen, die besseren Tage

Schauspiel von Andreas Marber

Premiere: 26. Oktober 1996
Pumpenhaus Münster

Inszenierung: Gil Mehmert
Kostüme: Steffi Bruhn
Bühne: Alissa Kolbusch

Mit: Stony Assmann, Sebastian Fuchs, Pitt Hartmann, Bettina von Kollbeck, Eckhard Preuß, Harald Redmer, Beate Reker, Dieter Schaar, Bettina Schulze Bisping, Mischa Sideris, Alexander Swoboda, Josef Tratnik, Margret Völker

Pressestimmen

“Mehmert verkauft die in ihr mittelmäßiges Elend verklammerten Personen nicht leichtfertig an den Klamauk. Ein vortrefflicher Reigen der verlorenen Illusionen.“
    Westfälische Allgemeine Zeitung

“Ein Potpourrie aus Realitätszitaten und plötzlichen Übersteigerungen – irritierend und vor allem unterhaltsam, insbesondere dann, wenn all die eigenartigen Rollen so exzellent gespielt werden.“
    GIG

„Eine überzeugende Inszenierung mit viel Gespür für die einzelnen Situationen, durchweg sehenswert.“
    Westfälische Nachrichten

„Regisseur Mehmert nimmt die Probleme dieser Parade der Verlierer zwar nicht auf die leichte Schulter, geht sie jedoch mit leichter Hand an. Platten Realismus hatte sich Autor Marber ohnehin verbeten. Das brüchige Kneipen-Idyll streift die Groteske und die Persiflage, entbehrt jedoch nie einer melancholischen Poesie. Mehmert verkauft die in ihr mittelmäßiges Elend verklammerten Personen nicht leichtfertig an den Klamauk. Das Ensemble spielt sich vortrefflich in diesen Reigen der verlorenen Illusionen hinein.“
    WAZ

“Regisseur Gil Mehmert kann mannicht den Vorwurf machen, er habe nicht mehr aus dem Stück herausgeholt. Im Gegenteil hat er es geschafft, mit viel Gespür für die einzelnen Situationenden Abend nie langweilig werden zu lassen. […] Insgesamt kann man den Theatermachern im Pumpenhaus zu ihrem Neuanfang nur gratulieren. […] Eine überzeugende Inszenierung und durchweg sehenswerte Schauspielerleistungen.“
    Westfälische Nachrichten

“Der ‚Heimatabend’, frisch aus der Friteuse gezogen, kam bis auf einige geschmacklose Stellen beim Publikum gut an. Denn Regisseur Gil Mehmert holt die Vierzigjährigen einfach dort ab, wo sie sowieso meistens stehen: am In-Tresen ihres Viertels. […] Überhaupt: Die alten und neuen Stützen des Ensembles sind unter Mehmerts Leitung zusammengewachsen[…] darstellerisch erste Mayonnaise.“
    Münstersche Zeitung

“Regisseur Gil Mehmert hat für sein Personal ganz exquisite Bilder erdacht. […] Wahrlich, da hüpft das Herz des Theaterfreundes, um mit Marbers Jargon zu sprechen.“
    K+F Münster

Der Kontrabass

von Patrick Süskind

Premiere: 11. Oktober 1996
Kleines Theater Landshut

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Monika Gora

Mit: Matthias Kupfer 

Pressestimmen

“Der Kontrabass als Kompagnon und Konkurrent – in einer grandiosen One-Man/Double-Bass-Show im Kleinen Theater Landshut.“
    Landshut aktuell

“Witzig, zauberhaft, überdrehtund sogar traurig in Szene gesetzt. Nicht als Monolog eines psychopathischen Kontrabassisten, sondern als Duett: Mann gegen Instrument. […] Und Mehmert verschafft ihm Gehör: Musik, immer wieder Musik für und mit Kontrabass; […] Ein grandioses Bubenstück.“
    Landshuter Zeitung

“Sonderapplaus gebührt Regisseur Gil Mehmert – aus dem Guten das Besondere herauskitzeln ist noch immer ein Tanz auf dem Vulkan. […] Hingehen, lachen und staunen, was im Kleinen Theater alles möglich ist.“
    Wochenblatt

“Oft inszeniert, oft gesehen […] ein kleines Kunstwerk, wenn Regie und Schauspieler stimmen. Und genau das ist perfekt gelungen. Mehmert gibt ein weiteres Beispiel seiner Regiekunst. Er versteht es mit wenig viel zu zaubern, im Witz menschliche Tragik mitschwingen zu lassen: Unterhaltung mit Tiefgang und dazu der Charme des Schauspielers Matthias Kupfer […] zwischen Slapstick und menschlicher Tragödie mit traumwandlerischer Sicherheit balanciert.“
    Puccini

Lederfresse

Von Helmut Krausser

Premiere: 30. März 1996
Städtische Bühnen Augsburg

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Cornelia Brunn

Mit: Thomas Kazianka, Martin Skoda, Susanne Wittler

Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert hat das realistisch und ohne Gags auf den Punkt gebracht, in einem kargen Beton-Guckkasten von Cornelia Brunn, der sich immer wieder um 180 Grad drehen lässt und so die Perspektive mehrfach von innen nach außen und zurück verschiebt. […] Ein kleines Stück, im doppelten Sinn treffend in Szene gesetzt.“
    Klassik Radio

„Die beiden Hauptdarsteller scheinen sich gegenseitig mit ihrer Spiellaune anzustacheln und harmonieren perfekt. […] Der Zuschauer ist mittendrin im Geschehen und er amüsiert sich köstlich. Doch am Schluß bleibt das Lachen im Hals stecken. […] Kommentar einer Zuschauerin: ‚Das war das beste Stück, das ich jemals von den Städtischen Bühnen gesehen habe.’“
    Augsburg Journal

Ein Winter unterm Tisch

Von Roland Topor

Premiere: Oktober 1995
Kleines Theater Landshut

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Monika Gora
Licht: Björn Gerum

Mit: Matthias Kupfer, Daniela Lukas, Annette Niggli, Stefan Walz 

Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert hat ein modernes Märchen für Erwachsene gezaubert – ein Feuerwerk an Komik und Witz. Wortspielen und Phantastereien. […] Ein zauberhaft charmantes Theaterstück, das mit unsagbarer Leichtigkeit alle Grenzen überschreitet – ohne jeden Kitsch.“
    Landshuter Zeitung

„Ein Winter kann wunderbar sein, wenn Schnapsbohnen sowie ein warmer Ofen den Körper und ein netter Untermieter das Herz wärmen. Ein Theaterabend kann ebenfalls wunderbar sein. Beides bestätigte sich am Samstag im Kleinen Theater. […] Gil Mehmert zauberte liebevoll das Märchen vom armen Emigranten und der schönen Übersetzerin aus seinem Theaterkoffer. Leicht und witzig, mit überspitzten und surrealen Mitteln zeichnete Mehmert das Bild der modernen Menschen, die noch immer nicht verlernt haben zu träumen.“
    Landshut aktuell

„Einfach wunderschön! Mit Topors ‚Ein Winter unterm Tisch’ verzaubert das kleine Theater in Landshut das Publikum. Man taucht ein in die Welt des Theaters, in die Leichtigkeit des Seins, wie sie nur die Poesie vermitteln vermag, man ist einen Abend lang verliebt in die Figuren dieses Märchens für Erwachsene, das trotz aller dramaturgischen Zuspitzung und Verfremdung doch so schlicht alltäglich ist. Ein ideales Stück für Regisseur Gil Mehmert mit seiner Sensibilität für traurig-heitere Zwischentöne. Ihm gelingt einmal mehr die spannende Balance zwischen Amüsement und seelischer Tiefe.“
    Puccini

„Als der Vorhang fiel, waren sich, selten genug, die Gäste einig; Unterschiede gab es allenfalls im Grad ihrer Überraschung über das, was sie soeben 100 Minuten lang erlebt haben: der kulturell ambitionierte Erstbesucher, bisher eher den großen Bühnen zugewandt, kriegte sich kaum ein vor Begeisterung. […] Hochkonzentriertes, anrührendes, phasenweise brilliantes Spiel machte das Publikum staunen. […] Eine glänzende Eröffnung der neuen Spielzeit in diesem großen, kleinen Theater in der Landshuter Neustadt.“
    Landshuter Wochenblatt

I hired a contract killer

Nach dem gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki

Premiere: 11. Mai 2001 
Metropoltheater München

Eingeladen zum Impulse Festival 2001

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Jan Steigert
Kostüme: Sigrid Brünninghof
Fotos: Hilda Lobinger

Mit: Eckhard Preuß, Jürgen Tonkel, Merit Ostermann
sowie dem Jazz-/Vocal-Entertainmentduo „Unsere Lieblinge“: Stefan Noelle und Alex Haas 

Pressestimmen

„Diese Theaterproduktion ist die Beste, die bisher dieses Jahr in München Premiere hatte. Egal wo.“
    Süddeutsche Zeitung

„Was wieder einmal beweist, dass auch in der finanziell nicht üppig ausgestatteten freien Szene Theaterwunder möglich sind, wenn Kreativität und Wagemut zusammentreffen.“
    Abendzeitung

„Es sollte Pflicht sein für die Intendanten der großen, geldgesegneten Häuser, sich gelegentlich aufzumachen in die nördliche Vorstadt Freimann. Denn von Zeit zu Zeit lässt sich hier ein kleines Theaterwunder erleben. Aki Kaurismäkis Bühnenversion seines gleichnamigen Films wurde von Gil Mehmert in ein Meisterstück armen Theaters verzaubert, in dem mit minimalen Mitteln ein Höchstmaß an spannungsvoller szenischer Verdichtung erreicht wurde. Eine Aufführung zum Niederknien – und eine, deren Poesie anrührt.“
    tz

„Ein poetisches Abenteuer. […] Dabei schaffte es Regisseur Gil Mehmert, die melancholische Story zu einem poetischen Abenteuer zu wenden. […] Mit „I hireda contract killer” gelang dem Münchner Ensemble eine Übersetzung des Kult-Films in ein Theaterstück, das für sich steht.“
    Neue Ruhr Zeitung

„Ein Ereignis. Regisseur Gil Mehmert und seine wunderbaren Darsteller haben das Stück so leicht und raffiniert auf Jan Steigerts Drehbühne gebracht, dass man alle am Ende vor Rührung in den Arm nehmen möchte. Der „Contract Killer“ ist ein Schatz, besonders dank Eckhard Preuß, der den Henri im Stil von Jaques Tatis „Monsieur Hulot“ als liebenswerten Tropf gibt – und dank der beiden Musiker, die auch „Kein Anschluss unter dieser Nummer“ lautmalerisch in Szene setzen können. Eine Zeile Theaterglück.“
    Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Der junge Regisseur Gil Mehmert inszeniert das Stück meisterhaft: Alle Elemente […] sind aufs Essenzielle reduziert. Das im ersten Moment befremdlich karg anmutende Bühnenbild erweist sich als genial notwendig wie ausreichend, genauso wie die charakterisierenden Episoden des tristen Boulanger’schen Lebens. […] Minimalistisch und saftig, zeitgeistig wie klassisch, gleichermaßen knapp und üppig ist das Ganze ein hervorragend gelungenes, überaus genüssliches Stück.“
    Die Welt

Die Drei von der Tankstelle

Schauspiel mit Musik von Franz Schulz und Paul Frank
Werner R. Heymann (Musik), Robert Gilbert (Liedtexte)

Premiere:
22. April 2000
Hans Otto Theater Potsdam

Inszenierung: Gil Mehmert
Musikalische Leitung: Christoph Israel
Bühne und Kostüme: Alissa Kolbusch
Foto: Stefan Gloede

Mit: Torsten Bauer, Stefan Eichberg/Robert Brosch, Helmut G. Fritzsch, Gisela Leipert, Esther Linkenbach, Thomas Mathys, Hans-Jochen Röhrig

Pressestimmen

„Die Inszenierung überspringt Zeitgrenzen und hütet sich vor jeder Art von Kopie, eine Meisterleistung sind Gestaltung und Funktionalität der Szenerie auf der kleinen geteilten Bühne.“
    Potsdamer Neueste Nachrichten

„Ausgelassenheit, bübische Spiellust, manchmal ein Augenzwinkern, sowie die Möglichkeit mal so richtig chargieren zu können. Komplimente an die Erfindungsgabe des Teams. Diese Inszenierung ist fürwahr eine Herausforderungan solche, die in allem Sinngebung wittern. So ein Ding läuft ewig.“
    Märkische Allgemeine

„Für das Ensemble lässt sich im Tankstellendeutsch sagen: superplus!“
    Oranienburger Generalanzeiger

Die Drei von der Tankstelle

Schauspiel mit Musik von Franz Schulz und Paul Frank
Werner R. Heymann (Musik), Robert Gilbert (Liedtexte)

Premiere: 26. Februar 2000
Bühnen der Landeshauptstadt Kiel

Inszenierung: Gil Mehmert
Musikalischer Leiter: Gil Mehmert, Ture Rückwardt
Bühne: Alissa Kolbusch
Kostüme: Steffi Bruhn
Choreographie: Inge Oscheja

Mit: Tobias Altemüller, Bianca Dahlekemper, Petra Freese, Nadine Hammer, Immanuel Humm, Siegfried Jacobs, Julia Plagmann, Dirk Schäfer, Meike Schlüter, Almut Schmidt, Claudia Schwellnuss, Horst Stenzel, Hanne Timm, Matthias Unruh

Pressestimmen

„Kein Zweifel: „Die Drei von der Tankstelle“ sind von beträchtlichem Glanz umgeben. Jetzt wurde die musikalische Komödie im Kieler Schauspielhaus vom Premierenpublikum stürmisch gefeiert. Aber Gil Mehmert, seit „Black Rider“ und „Blutsbrüder“ hierzulande als Theaterfuchs mit beträchtlichen handwerklichen Fähigkeiten und gewitzten Konzepten ausgewiesen, mag die Geschichte von den drei fixen Jungs, die gemeinsam ihre wirtschaftliche Pleite überwinden und sich gemeinsam verlieben, nicht aus nächster Nähe erzählen, sondern rückt sie mit einer Rahmenhandlung in eine nicht nur nostalgische Distanz. […] Vielleicht handelt es sich nur um ein Hirngespinst, um eine Wahnvorstellung, um eine Illusion von verlorener Jugend. So schleicht sich ein Schatten der Trauer ein – und so gewinnt das harmlose Spiel eine tiefere Dimension.“
    Kieler Nachrichten

„Ein alter Tonfilmklassiker sorgt am Kieler Schauspiel als Musical für Furore: Für „Die Drei von der Tankstelle“ hat sich Regisseur Gil Mehmert eine Nebenhandlung ausgedacht, die im Altenheim spielt. Wunderbar ironisch wird die Geschichte auf die Schippe genommen. […] Nur mit mehreren Zugaben war der Beifallssturm zu bändigen.“
    Schleswig-Holsteinische Zeitung

„Wie gewohnt setzt Mehmert auf trashig-nostalgische Ausstattung und verlegt die Geschichte vor einer Zauberbergschen Veranda in den Aufenthaltsraum eines Altenheims… Geschickt wird die Filmhandlung mit der traurigen Gegenwart seniler Verblödung und stumpfer Warterei verflochten, pendelt zwischen Parodie und Hommage, mixt Boulevard, Väter der Klamotte und Soap. […] Zweieinhalb Stunden Spaß.“
    Die Welt

Das Ende vom Anfang

Komödie von Sean O’Casey

Premiere: 10. Dezember 1999
Städtische Bühnen Osnabrück

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Jan Bammes

Mit: Johannes Bussler, Riad Klaasen, Michael Ophelders

Der Messias

Weihnachtskomödie von Patrick Barlow

Premiere: 30. Oktober 1999
Kleines Theater Landshut
Wiederaufnahme 2013

Inszenierung: Gil Mehmert
Bühne: Marc Rohweder
Kostüme: Anja Müller
Fotos: Hilda Lobinger

Mit: Christina Aderhold, Stefan Maaß/Thorsten Krohn, Matthias Kupfer 

Pressestimmen

„Mit unerschöpflichem Einfallsreichtum hat Gil Mehmert das weihnachtliche Spektakel in bester Monty-Python-Tradition inszeniert. Indem er den Text oft geradezu wörtlich umsetzt, verleiht er den Szenen hintergründig Doppelbödigkeit. Die frohe Botschaft kommt an.“
    Landshuter Zeitung

„Mit viel Liebe zum Detail und genialen Ideen inszenierte Gil Mehmert […] Barlows etwas anderen „Messias“. Da werden weiße Wollsocken zu Schafsherden und eine Schreibtischlampe zu Maria und dem Jesuskind. So stümperhaftes Theater derart minutiös auf den Punkt zu inszenieren, dazu bedarf es schon außergewöhnlicher Schauspieler und einer kongenialen Regie.“
    Landshuter Wochenblatt

The Beauty Queen

Stück von Martin MacDonagh (Brügge darf nicht sterben)

Premiere: September 1999
Kleines Theater Landshut

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Cornelia Brey

Mit: Stefan Maaß, Leonie Thelen

Der nackte Wahnsinn

Komödie von Michael Frayn

Premiere: 6. Dezember 1998
Städtische Bühnen Osnabrück

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Monika Gora

Mit: Johannes Bussler, Christina Dom, Ronald Funke, Almut Knapp, Mechthild Liesebrecht, Michael Ophelders, Dörte Steindorff

Pressestimmen

„Eine hoffnungslos überdrehte Komödie: es bewegt sich (ganz bewußt) hart an der Grenze zu Slapstick Klamauk – das Chaos ist Programm. Der große Verdienst von Gastregisseur Gil Mehmert aber bleibt , daß seine Inszenierung zu fast keinem Moment in die Albernheit abrutscht.[…] Leichter gesagt als getan. Denn eine mittelmäßige Schauspielertruppe ‚richtig‘ schlecht zu spielen – dazu gehört schon was. Das Osnabrücker Ensemble löst diese Aufgabe prächtig, und jeder einzelne wühlt sich darüber hinaus regelrecht in seine Rolle. […] Herrlich respektlos und unanständig, unberechenbar und abgedreht – ein Abend, der ganz der Situationskomik gehört. Das Publikum aber lacht und denkt: Ach – wäre doch der alltägliche Wahnsinn so unterhaltsam!“
    Neue Osnabrücker Zeitung

„Die Inszenierung von Gil Mehmert hat Pep, Tempo und Witz. Türen knallen, Sardinen fallen herunter, die Darsteller sind zu früh und verlassen mit einem ‚Verzeihung‘ die Bühne. Dem Publikum gefiel diese Parodie des Theaterlebens, es honorierte die Leistung mit lang anhaltendem Applaus.“
    Teuto Express

„Theater im Theater bietet die neueste Produktion der Städtischen Bühnen Osnabrück. Am Sonntagabend hatte Michael Frayns Backstage-Komödie eine viel belachte und beklatschte Premiere. Den neun Darstellern verlangt das turbolente Geschehen alles ab – Präzision im organisierten Chaos, akrobatische Verrenkungen und genau getimte Stürze, rasante Rollenwechsel und Improvisationskunst […] pointensicher und schwungvollin Szene gesetzt.“
    Westfälische Nachrichten

“Tosender Applaus für das hervorragende Ensemble und die brilliante Inszenierung.“
    Oldenburger Volkszeitung

Die Gunst der Stunde

Stück von David Mahmet

Premiere: 4. August 1998
Theater Der Keller, Köln

Inszenierung und Bühne: Gil Mehmert
Kostüme: Steffi Bruhn
Licht: Björn Gerum
Fotos: Matthias Jung

Mit: Daniel Berger, Stefan Gebelhoff, Jeanne Tremsal 

Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert hat seine Figuren scharf umrissen. Die Bühne erinnert mit ihrer Seitenperforation an einen Filmstreifen. Mehmert jongliert mit absurden Tupfern. Inmitten des unschönen Büroambiente darf der böse Blick auf eine unheilvolle Welt Wetterleuchten: ein kleines, böses Stück über den Zynismus, über die Korruption und die rigorose Kommerzialisierung des Films.“
    Kölner Stadtanzeiger

“Gil Mehmert versucht gar nicht erst das Abgeschmackte seines Sujets zu verbergen: In einer 70er-Jahre-Bude mit rot-orangenem Blumenteppich spulen sich seine Helden in Allmachtsphantasien hoch. […] Doch sorgt er auch dafür, daß Mamets Stück mehr ist als die Mär vom Sündenpfuhl Hollywood, den ein idealistisches Landei zu Fall bringt. In seiner Inszenierung ist alles Persiflage. […] Filmmusiken unterstützen den komischen Effekt, den die linkisch-dumme Selbstdarstellung hat. Und Regisseur Mehmert bringt mit der akustischen Untermalung auch die viel beschworene Musikalität in Mamets Sprache zur Geltung. In genau abgezirkelten Choreographien prallen die harten Sprachfetzen auf einander, ergänzen Gestik und Bewegung den Rhythmus der abgebrochenen Sätze und inhaltsleeren Worthülsen – flott und mitreißend witzig für das Publikum.“
    Kölner Stadtrevue

Der Mann ohne Vergangenheit

Schauspiel nach dem Film von Aki Kaurismäki

Premiere: 8. September 2005
Hamburger Kammerspiele

Inszenierung: Gil Mehmert
Ausstattung: Steffi Bruhn
Licht: Guido Hölzer
Fotos: Joachim Hiltmann

Mit: Alexander Geringas, Karsten Schnack, Katja Studt, Steffen Wink; Stefan Walz (Musiker)

Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert bot eine Meisterleistung epischen und absurden Theaters.“
    Fuldaer Zeitung

„Was sich auf der Bühne vollzieht, ist reine Magie: Alles ist sichtbar und wird vor den Augen der Zuschauer verwandelt. Musik und Schauspiel gehen mühelos ineinander über, die Akteure des Tango-Trios halten die Story im Flußund schlüpfen nahtlos in die Rollen der Menschen, die M. auf seinem Passionsweg mit anschließender Auferstehung begleiten.“
    Hamburger Abendblatt