Mr. Pilks Irrenhaus

1994

Von Ken Campbell

Premiere: Oktober 1994
Kleines Theater Landshut

Inszenierung und Ausstattung: Gil Mehmert

Mit: Matthias Kupfer, Daniela Lukas, Eckhard Preuß 

Pressestimmen

„Spiel hinter Gittern vor weißer Mauer um wenige schäbige Möbel, klar eine Irrenanstalt, der Mensch, spastisch in der Motorik guttural stotternd, ein Irrer aus Mr. Pilk’s Irrenhaus. Er kehrt wieder am Schluss, den Erdbeerjoghurt suchend, den er am Anfang schon gegessen hat, der vom Kühlschrank in den Abfalleimer ‚umgezogen’ ist. Ein gelungener Rahmen, witzig und traurig, von Regisseur Gil Mehmert selbst entwickelt, wie er überhaupt mit größter Sensibilität das Stück von vorne bis hinten umgekrempelt hat. Das Ergebnis besticht. […] Der ständige Wechsel gelingt perfekt, jede Pointe provoziert Lachen, und doch bleibt das lachen manchmal im Halse stecken, so stark ist der Wiedererkennungseffekt zur irren Spießbürgerwelt, so irre schnell die Wortakrobatik.“
    Landshuter Wochenblatt

„Monthy-Python-Fans werden sofort registrieren, dass Mr. Pilk’s Irrenhaus gar nicht so weit vom Flying Circus entfernt ist, denn Campbells Einfälle sind verrückt und verquer, irrwitzig und skurril. Und Gil Mehmert hat sie verrückt und verquer, irrwitzig und skurril inszeniert. […] Am Premierenabend wurden sie dafür mit ihrem Regisseur stürmisch gefeiert.“
    Landshuter Zeitung

„Mehmert hat kräftig entschlackt und das Stück zu einer schnellen Reihung einzelner Szenen und damit zu einem furiosen Theaterabend umgebaut.“
    Landshut aktuell

„Das Sammelsurium der irren Szenen, jede einzelne schäumt über vor Nonsens, Absurdität und Irrwitz, spielt sich in einem Bühnenbild ab, das Regisseur Mehmert ideal für das Thema ausgestattet hat. In einem gekachelten Anstaltsraum befindet sich nur ein Kühlschrank und ein Tisch mit Stühlen, der von Szene zu Szene neue Funktionen erfüllt. Schon beim Betreten des Theaters sticht eines besonders ins Auge. Die Bühne ist vom Zuschauerraum durch ein Gitter getrennt. Man betrachtet die Akteure wie in einem Käfig, und je weiter das Stück voranschreitet, desto mehr fragt man sich, wo hier jetzt nun außen und innen ist, wer jetzt nun im Käfig sitzt und ob die Szenen nicht auch ein Spiegelbild unserer Wirklichkeit sein könnten.“
    Lemon