SUNSET BOULEVARD

2016

Musical von Andrew Lloyd Webber
Nach dem Film von Billy Wilder
Deutsch von Michael Kunze

Premiere: 8. Oktober 2016
Theater Dortmund

Musikalische Leitung: Ingo Martin Stadtmüller, Manuel Pujol
Regie: Gil Mehmert
Choreographie: Melissa King
Bühne und Kostüme: Heike Meixner
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek

Mit: Pia Douwes, Oliver Arno, Wietske van Tongeren, Ks. Hannes Brock, Morgan Moody, Joshua Whitener, Hans Werner Bramer, Sarah Wilken, Charlotte Katzer, Anneke Brunekreeft, Yara Hassan, Lina Gerlitz, Martina Vorsthove, Natascha Valentin, Pascal Cremer, Marvin Schütt, Anton Schweizer, Florian Minnerop, Henry Lankester, Alexander Sasanowitsch
und den Dortmunder Philharmonikern

Pressestimmen

„Regisseur Gil Mehmert hat das Musical wunderbar vielschichtig auf die Bühne des Dortmunder Opernhauses gebracht. […] Gil Mehmert erzählt wunderbar beides: eine sensible Geschichte über das Älterwerden und eine Musical-Show in bunten Kleidern in den Filmstudios. Das hat Silvester-Flair, aber die tragischen Szenen über die Träume von Norma Desmond, sind die Gänsehaut-Momente dieser Inszenierung. Und die prächtigen Roben, die Norma ständig wechselt, haben einen nostalgischen Glamour. Und wie wohltuend hebt sich diese Produktion musikalisch von Musical-Aufführungen ab, in denen nur noch ein Synthesizer und eine Handvoll Musiker im Graben sitzen. […] Ein Fest für Musical-Freunde.“
    Ruhr Nachrichten

„Der erfahrene Musicalregisseur Gil Mehmert inszenierte das 2 1/2 Stunden lange Musical in einer ganz besonders kurzweiligen Weise. Ganz großes Kino eben! Regieeinfälle, wie unter anderem die, eine Luxuslimousine in Einzelteilen nachzustellen, oder die Schrägbühne mal als Barraum, mal als Tanzfläche für Normas und Joes Tango nutzbar zu machen, kamen beim Publikum sehr gut an. Besonders zu erwähnen sei aber seine Personenregie. Meisterhaft nutze er feine Gesten, Elemente der Pantomime, aber auch die große Pose um die Emotionen der Protagonisten den Zuschauern deutlich zu machen. Mit dem raffiniert nutzbaren Einheitsbühnenbild (drehbare Kulissen und erfreulicherweise wenig Kitsch) und den zeitlich passenden Kostümen (Ende 1940/Anfang 1950) schuf er eine rundum gelungene Inszenierung, die in sich stimmig, logisch und überzeugend war. (Bühne: Heike Meixner).
Fazit: Musicalfans aus NRW und darüber hinaus sollten sich diese Aufführung nicht entgehen lassen. Ganz großes Kino im übertragenen Sinne, was die Oper Dortmund mal wieder auf die Bühne bringt. Eine Pia Douwes der Extraklasse und ein Ensemble auf internationalem Niveau machen diese Inszenierung zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern unter Ingo Martin Stadtmüller zu einem ganz besonderen Ereignis.“
    Opernmagazin.de

„Stehende Ovationen für alle Beteiligten, in die sich auch das Regie-Team zu Recht mit einreiht.“
    Online-Musik-Magazin (OMM)

„Musicalstar Pia Douwes spielt die in die Jahre gekommene Hollywood-Diva Norma Desmond, einst gefeierter Stummfilmstar, mit einer enormen Intensität. Allein schon die optische Ähnlichkeit zu realen Größen der Traumfabrik ist frappierend: Mit stummfilmschwarz geschminkten Augen in eleganten Roben, lässt der holländische Musicalstar das typische Pathos der tonlosen Leinwandstreifen aufleben. Große Posen gelingen ihr dabei ebenso beeindruckend wie anrührende, verletzliche Momente, in denen die Desmond ihren Glanzzeiten nachtrauert. Rolle und Darstellerin passen einfach perfekt zusammen.“
    Westfälische Nachrichten

„Neu im Revier ist, dass erstmals die „große“ Version des Musicals gespielt wird, mit komplettem Orchester statt mit Sounds aus dem Computer. Und die Klangfülle, die die Dortmunder Philharmoniker unter Leitung von Ingo Martin Stadtmüller erreichen, ist allerdings ein echter Mehrwert. Die großen Ensembleszenen mit den Anklängen ans Swing-Zeitalter haben Schwung und Fülle, die Silvester-Szene bei Norma mit echtem Akkordeon klingt sehr romantisch. Gesanglich lässt die Produktion wenig zu wünschen übrig, neben Douwes überzeugen bewährte Musicalkräfte wie Oliver Arno (Gillis) und Wietske van Tongeren (als Betty Schaefer). Hannes Brock singt den Max makellos, mit baritonal verschattetem Tenor. Selbst eine Nebenrolle wie Cecil B. De Mille wird von Hans Werner Bramer als glanzvolle Basspartie ausgefüllt.“
    Westfälischer Anzeiger